Shakespeare Company Berlin & Shakespeare in Grün GmbH Werden Bilder oder das Video nicht richtig angezeigt? Im Browser anzeigen!


Companion 2-2018

Alles auf LOS!

0

Berlin den 24.05.2018

Companions!
Freunde, Fans und Förderer der Shakespeare Company Berlin,

... ein paar Worte vorweg:

Auch wenn Sie es vielleicht schon nicht mehr hören können: Morgen tritt Sie in Kraft, die neue Datenschutzverordnung EU- DSGVO. Ein Anlass ein paar Formalien vorzuziehen, bevor es richtig losgeht.
Im Gegensatz zu manch anderen Firmen haben wir keine EMail Adressen gekauft. Deshalb sollten Sie diesen Newsletter nur bekommen wenn Sie

- sich entweder explizit angemeldet haben
- oder Sie in unserem Webshop Tickets erworben haben.

Sollte keines von Beidem zutreffen oder sie unseren Newsletter einfach nicht mehr bekommen wollen, so bitten wir Sie, sich hier einfach auszutragen:

Keinen Newsletter mehr empfangen

Normalerweise finden Sie diesen Button übrigens immer ganz unten. Er heisst dort ganz simpel Abmelden.

Doch nun genug der Formalien. Jetzt zum eigentlichen INHALT:

0
1. Ein Vorgeschmack von Sommer - öffentliche Probe!
2. Die Feuertaufe - Der erste SOMMERNACHTSTANZ!
3. DA HABEN WIR GLEICH SCHON MAL GELACHT - Katja Uhlig und Thomas Weppel im Portrait
0

1. Ein Vorgeschmack von Sommer - Die öffentliche Probe

1.“Vielleicht springe ich mit rein!“ – mit diesen Worten beendet Jens Schmidl, der Regisseur die Einführung zur öffentlichen Probe der „Verlorenen Liebessmühe!“ Ohne ein vorgefasstes Konzept sei er in die Arbeit gegangen, auf eine Entdeckungsreise mit den Schauspielern in ein wenig gespieltes, gleichwohl perfekt auskomponiertes, vertracktes Lustspiel. Was folgte, war eine Energieexplosion des Unfertigen, die das Waldorfschulische des holzgetäfelten Ambientes ad absurdum führte. Zunächst brachte Nico Selbach das Publikum zum schnippen, um den swingenden Teppich für ein gesangliches Intro der sechs Schauspieler Isabelle Feldwisch, Vera Kreyer, Johanna-Julia Spitzer, Thilo Herrmann, Benjamin Plath und Thomas Weppel zu legen.

Nach dieser einladenden Eröffnung entspann sich eine Szene zwischen den drei Damen des Stückes, in welcher sie die Geschenke ihrer Verehrer verglichen. Sie zeigte, dass es bei Frauen auch nicht unbedingt egal ist, wer den „Größten“ hat. Die Sache wurde schnell handgreiflich, doch Jens Schmidl unterbrach: „Das machen wir gleich nochmal, achtet darauf, dass ihr da nicht immer wieder abfallt!“ – Im zweiten Anlauf wurde die Szene rauher, elementarer und die Rauferei wirkte echt. Als die Herren der Schöpfung die Bühne betreten, löst sich auch im Publikum alle Spannung. Ihre schrille Moskoviter-Persiflage, eine auch im Stück ziemlich dämlich-geniale Maskerade lässt die Vermutung aufkommen, am Ende des Stückes würde man gebrüllt haben vor Lachen. Doch so einfach ist Shakespeare nicht gestrickt, unterm wilden Treiben blüht das zarte Pflänzchen Liebe.

Der König schwor mir Liebe.“ „Was?“ „Liebe.“ Stille im Saal. Das Komödiegucken bricht jäh ab, auch auf der Bühne ist alles Spiel zu Ende. Auch der Text geht fort, so einfach und elementar schön ist die Situation plötzlich. Die Souffleuse muss das Rad der Handlung weiterdrehen und noch einmal kommen Argumente, Finten und Maskeraden in Gang, aber ohne Chance. – Es geht um Liebe, wie so oft, viel Text, keine Handlung“ beklagte Jens Schmidl eingangs. Die Probe allerdings hat deutlich gemacht, dass sich das Ensemble vor den Extremen, dem hässlich-schönen des Liebens nicht drücken wird. Die Shakespeare Company Berlin wird auch mit dieser Arbeit den Universalautor Shakespeare beim Schopfe packen, und alle Substanz des Lebendigen aus seiner Dichtung herausholen. Darauf kann man sich verlassen und wirklich freuen.

0

2. Die Feuertaufe - Der erste SOMMERNACHTSTANZ im Natur-Park

von Stefan Plepp

Im letzten Newsletter hatten wir es schon angekündigt:
Wer uns demnächst am Dienstag, Mittwoch, Freitag oder Samstag besucht, der wird eine schöne neue Terasse vorfinden, darauf gemütliche Stühle und Tische, Sonnenschirme, Biergartenatmosphäre.
Wer aber an einem Donnerstag kommt, der wird eine wunderbare Tanzfläche im Bereich vor dem Theater vorfinden. Lichterketten, Musik und tanzende Elfen und Satyre!


Bis fünf Minuten vor der Eröffnung am Freitag, den 18.5., wurde gesägt, geschraubt, geputzt. Mit dabei die Veranstalterin vom SOMMERNACHTSTANZ, Tanja Bickert (siehe drittes Bild).
Und dann, wie durch ein Wunder, war doch alles pünktlich bereit.
Die Gastro öffnete ihr Fenster, die Tänzerinnen und Tänzer strömten heran, die DJs ließen Tangos durch den Park hallen und die Bäume rauschten dazu.


Zur Eröffnung gab der Europameister im Tango Nikita Gerdt einen Crashkurs in argentinischem Tango und ab 16 Uhr gings richtig los.

Es gab viel Lob für unser neues Schmuckstück! Tango DJ Jens Stuller meinte:
"Die beste Außentanzfläche von ganz Berlin!"
Andere Meinungen: "Der Boden schwingt fantastisch!"
" Drehungen gehen super!"
Doch sehen Sie selbst!

(Wenn Sie das Video MIT TON sehen wollen, klicken Sie bitte einfach ins Bild)

(Sollte das Video in Ihrem Mailprogramm nicht richtig odernur ohne Ton angezeigt werden klicken Sie bitte ganz oben auf: "Im Browser anzeigen".)

Doch es soll nicht nur bei Tango bleiben. Auch Swing und Salsa sollen stattfinden. An den Details wird noch gearbeitet.

Eines ist aber jetzt schon sicher: Der Donnerstag wird ein langer Abend. Wenn Sie das Theater verlassen, wird die Musik beginnen und ob Sie tanzen wollen oder nicht - unsere Gastronomie lädt zum Verweilen ein, Musik und Beleuchtung verleihen den Donnerstagen ab dem 14.6. einen zauberhaften neuen Glanz!

0

3. DA HABEN WIR GLEICH SCHON MAL GELACHT - Katja Uhlig und Thomas Weppel im Portrait

von Michael Günther

Da haben wir gleich schon mal gelacht, ganz natürlich.“ – so kommentiert Katja Uhlig den fotografischen Beginn unseres Interviews in einem Café am Spreeufer unweit der Probebühne unserer Neuproduktion. Nein, einen Eisbrecher braucht man bei dieser Frau wahrlich nicht, um ins Gespräch zu kommen. Thomas Weppel ist da schon etwas reservierter, aber das mag daran liegen, dass seine Tage im Moment ziemlich voll sind. Er wird in „Verlorene Liebesmühe!“ spielen und hat schon eine sechsstündige Probe hinter sich, als unser Gespräch beginnt. Dieses wird im Verlauf immer tiefsinniger, denn beide Schauspieler sind Persönlichkeiten mit beachtlichen Lebens- und Theatererfahrungen und sind Reflexionen keineswegs abgeneigt.

Was auf beider Webseiten www.katjauhlig.de und https://thomasweppel.de ausführlich nachzulesen ist, soll hier nicht wiederholt, sondern nur kurz zusammengefasst werden:

Katja kam über die Musik zur Bühne, lernte als Kind Klavier und Blockflöte, später, als junge Erwachsene, Gesang und studierte schließlich an der Folkwang Hochschule Essen Musical. Sie spielte viele Rollen an kleinen, großen und sehr großen Musicaltheatern, wie zum Beispiel am Theater des Westens und bei den Thuner Seespielen. Sie war Sally Bowles in „Cabaret“, Polly in der „Dreigroschenoper“, Sugar in „Manche mögen’s heiß“ und folgte ihrer Sehnsucht nach dem Sprechtheater an die Schauspielbühnen Stuttgart für das Stück „Willkommen im Paradies“. Als freiberufliche Sängerin und Schauspielerin lebt sie mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Berlin und unterrichtet nebenher Gesang.

Thomas‘ Weg zum Theater war ungleich gewundener: Aufgewachsen als jüngster von sechs Brüdern in einer „kulturarmen“ Kleinstadt bei Münster, kam ihm der Wunsch, Schauspieler zu sein mit 16 Jahren beim Fernsehen. So banal der Anlass, so substanziell war bereits die Vorstellung von diesem unbekannten Beruf. Nicht um gesehen, berühmt und reich zu werden, wollte er spielen, sondern um des Spielens selbst willen, um jemand anderes sein zu können, sich zu verwandeln. Mangels Gelegenheit verfolgte er diesen Wunsch nicht weiter, sondern wurde Einzelhändler, jobbte hie und da, holte sein Abitur als Erwachsener nach und studierte schließlich Wirtschaftskommunikation. Mit 31 Jahren stieß er über weitere Umwege auf das Michael Tschechow Studio in Berlin und wurde doch noch Schauspieler. Seither spielt er, immer unabhängig, an verschiedenen freien Theatern, wie am Wandertheater Ton und Kirschen und bereits sehr früh bei der Shakespeare Company Berlin („Was ihr wollt“ 2006).

„Ich bin frei.“ – ist eine oft gegebene Antwort auf die Frage nach dem beruflichen Tun in unserem Metier. Meistens ist dieser Satz eine Beschönigung von Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und prekären Einkommensverhältnissen. Bei Katja und Thomas ist das keineswegs so, für sie ist das frei Sein ein Bekenntnis zu vielfältigen Möglichkeiten des Schaffens und Ausdruck von Neugier. Katja lehnte seinerzeit ein Festengagement an der Württembergischen Landesbühne Esslingen ab, um spontan auf Angebote reagieren zu können, die ihr einen zeitlich kürzeren, aber künstlerisch weiteren Horizont zeigten. Thomas ist qua Biografie aber auch aus eigenem Entschluss „breit aufgestellt“. Der Mut zur Veränderung ist zentrales Element seines Lebens und Arbeitens.

Thomas: „Ich finde Fachidiotie nicht interessant. Wenn ich merke, dass sich die Gespräche nach der Probe immer nur ums Theater drehen, werde ich missmutig.“

Ich wende ein, dass ein Fachidiot positiv gesehen auch ein Spezialist ist und wenige, dafür aber außergewöhnlich stark ausgeprägte Fähigkeiten hat. Muss man das Theaterspielen nicht mit aller Konsequenz und Hingabe und ohne Ablenkung betreiben, um überhaupt ins Künstlerische vorzudringen?

Katja findet das ein berechtigtes Bedenken: „Wenn ich auf vielen Hochzeiten tanze, habe ich die Freiheit der Wahl und genügend Einkommen. Ich könnte das Unterrichten ausbauen, aber das Herz will woanders hin: auf die Bühne!!“ Nach kurzem Zögern: „… oder viele Kinder haben, was nicht geht, so wie ich lebe.“

Ihre Antwort lässt mich an mein eigenes Arbeitsleben denken und daran, wie es sich im Laufe der Jahre verändert hat. Mit der Rolle des Künstlers in der Marktwirtschaft bin ich immer noch nicht ganz warm geworden. Ich konstatiere einen Rückzug ins Private, eine Überbewertung persönlicher Interessen gegenüber gesellschaftlichen. Das löst nach und nach die Ensembles an den Theatern auf. Ich will wissen, wie Katja Uhlig und Thomas Weppel das erleben.

Katja: „Ich bin viel zu lange schon Einzelkämpferin, um die Belange anderer höher zu stellen, als meine eigenen. Das bringt der Kampf um gute Rollen und den Beruf überhaupt mit sich. Nachdem ich Mutter geworden war, hatte ich ein ziemliches Tief und wusste nicht, ob ich dem Theater treu bleiben kann. Im Wissen, dass das fast allen so geht, habe ich diese Krise durchgestanden.“

Thomas: „Ich bin Waage.“ Er lächelt weise. Nach einigem Nachdenken: „In der Arbeit ist mir das Kollektiv wichtiger als die eigene Befindlichkeit.“

Nun sind diese beiden sozialen Individualisten Teil der SHAKESPEARE COMPANY BERLIN. Mit welcher Perspektive? Katja arbeitet seit Wochen an der Übernahme der Rollen, die Katharina Kwaschik für „Was ihr wollt!“ erarbeitet hat. Das ist zunächst ein einsames Geschäft, besteht es doch vorwiegend aus Text bimsen und dem Nachgehen der Pfade, die jemand anderes getrampelt hat. Es ist ihr anzumerken, dass sie ein wenig neidisch ist auf Thomas‘ Einstand mit „Verlorene Liebesmühe!“ „Ich möchte mit euch proben!“ – ruft sie mehr, als dass sie es sagt. Das möge ein Menetekel für ihre Teilnahme an der Produktion 2019 sein!

Thomas: „Bei der jetzigen, zweiten Begegnung mit der Shakespeare Company fühlt es sich so an, als könnte ich hier eine künstlerische Heimat finden.“ Wie schön.

Ich freue mich sehr darauf, den Shakespeare-erfahrenen Thomas Weppel am 12. Juni auf der Bühne zu sehen und kurz darauf mit Katja Uhlig und den anderen Kollegen aus „Was ihr wollt!“ kurz aber intensiv für die Wiederaufnahme am 10. Juli zu proben. Besonders, weil ich ihre überaus natürliche und witzige Art zu spielen, die gar nicht gängigen Musical-Klischees entspricht, schon bewundern durfte. Shakespeare ist der richtige Autor für Spieler dieses Formats und wir werden mehr sehen, als, wie es Katja zu anderer Gelegenheit liebevoll nachgesagt wurde, eine „Disneyfresse“.

Wir freuen uns auf Sie!

Bleiben Sie uns gewogen, Ihre

S H A K E S P E A R E I N G R U E N G m b H
in Zusammenarbeit mit der
S H A K E S P E A R E C O M P A N Y B E R L I N

UNSER SOMMER-TICKETING LÄUFT!

Reservieren Sie sich ihre Tickets -
online über unser Shakespeare-in-Gruen Ticketing-portal
und über ticketmaster
abholbar bei unseren Partnerbuchhandlungen
"Die Insel und "Hammett"

telefonisch oder persönlich
Bis zum 12.6.: Di + Fr: 14 - 17 Uhr: Telefon 030/ 21 75 30 35
Ab dem 12.6.: Di - Fr: 14 - 17 Uhr, Sa: 12 - 15 Uhr Tel.:030/ 21 75 30 35
Freuen Sie sich auf viele
Dates mit Shakespeare im Grünen - immer auf Deutsch!

Sie möchten die Arbeit der Shakespeare Company Berlin mit einer einmaligen Spende unterstützen oder sie fördern und Mitglied des gemeinnützigen Fördervereins Shake Hands e.V. werden ? Klicken Sie

Spenden / Fördern
0
Wir bedanken uns bei


   

   Buchhandlung Hammett
0

Copyright © 2018 SHAKESPEARE in Grün GmbH, All rights reserved.
Text: Michael Günther & Stefan Plepp
Redaktion + Layout: Stefan Plepp
Herausgeber: Shakespeare in Grün GmbH, Geschäftsführer Stefan Plepp
Berlin, den 24.Mai 2018

0

Shakespeare in Gruen GmbH

in Kooperation mit der
Shakespeare Company Berlin
Prellerweg 47-49
12157 Berlin

Tickets: +49 30 / 21 75 30 35
Fax: +49 321 / 212 501 42
tickets@shakespeare-in-gruen.de
Webseite
https://www.shakespeare-in-gruen.de

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich auf unserer Webseite angemeldet haben oder Tickets bei uns gekauft haben.

Abmelden

MailerLite